EU-SV Expertensuche
Das EU-SV hat klare Zertifizierungsrichtlinien zur Zertifizierung ihrer Experten beschlossen.
 
"Zertifizierter Experte" können nur Berater werden, die hohe praktische betriebswirtschaftliche Kompetenz und den erfolgreichem Abschluss der jeweiligen Studien- gänge vorweisen können. Ebenso sind jährlich eine Vermögen- schadenshaftpflicht und regelmäßige Fortbildungs- maßnahmen nachzuweisen.

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Geordneter Nachlass = gesicherter Familien- und Unternehmensfrieden

Leben und Erben in der Europäischen Union
Ein Beispiel: Karl-Heinz P. ist Speditionsunternehmer mit Leib und Seele. Den Betrieb hat er vor 30 Jahren von seinem Vater übernommen und zu einem europaweiten Unternehmen mit einem Jahresumsatz deutlich im siebenstelligen Bereich hochgewirtschaftet. Karl-Heinz P. ist seit 27 Jahren verheiratet, die beiden Söhne arbeiten an verschiedenen Speditionsstandorten im benachbarten Ausland. Seine größte private Freude sind die drei Enkelkinder und seine Finca auf Mallorca.

Zu Recht ist Karl-Heinz P. stolz auf seine Leistung. Sein Unternehmen floriert, die Familie lebt finanziell sorgenfrei. So soll es bleiben – auch über seinen Tod hinaus. Der Fortbestand der Spedition soll gesichert werden, das Vermögen gerecht unter seinen Nachkommen verteilt werden, ohne dass es Krach unter den Familienangehörigen gibt. Und erbschaftssteuerliche Nachteile sollen möglichst auch vermieden werden.

Dieser Spediteur ist kein Einzelfall – im Gegenteil: Innerhalb der EU gibt es pro Jahr rund 450 000 Erbschaften mit internationalem Bezug, hinter jedem dieser Fälle stehen Angehörige, die im Ausland leben, Vermögen, Niederlassungen und/oder Immobilien. Hier besteht also ein enormer Informationsbedarf, der in den kommenden Jahren noch steigen wird. Das nationale wie internationale Erbrecht hat zwar seine Ecken und Kanten, bietet aber auch Chancen und vielfältige Möglichkeiten, den letzten Willen so zu regeln, dass der Erblasser sicher sein kann, dass sein Lebenswerk erhalten bleibt und seine Angehörigen bestens versorgt sind.

 

Neue EU-Erbrechtsverordnung 
Anfang Juni 2012 hat der Rat der EU-Justizminister eine neue EU-Erbrechtsverordnung angenommen, die seit dem 17.08.2015 angewendet wird. Bisher bestimmte jeder Mitgliedstaat in seinem nationalen Erbrecht, wer Erbe wird, welche Höhe Erb- oder Pflichtteile haben, welche Formvorschriften für Testamente gelten und auf welche Weise Erben ihre Rechte nachweisen können. Die unterschiedlichen Regelungen führen nicht selten dazu, dass derselbe Erbfall in unterschiedlichen Staaten unterschiedlich beurteilt und behandelt wird. Häufig gibt es Probleme mit der Anerkennung von Erbnachweisen aus anderen EU-Staaten, so dass diese parallel beantragt werden müssen. 

 

Die neue EU-Verordnung vereinheitlicht diese Regelungen und minimiert Rechtsunsicherheit und bürokratischen Aufwand. Es wird das Erbrecht des Staates angewendet, in dem der Erblasser seinen letzten gewöhnlichen Aufenthalt hatte. Durch ein Testament oder einen Erbvertrag kann der Erblasser stattdessen auch das Erbrecht des Staates wählen, dessen Staatsangehörigkeit er besitzt. Beispiel: Ein dauerhaft auf Ibiza lebender Deutscher kann also auch deutsches Erbrecht wählen. Wenn er keine Rechtswahl trifft, kommt künftig spanisches Erbrecht zur Anwendung, wenn der letzte gewöhnliche Aufenthalt Ibiza war.

 

Neu ist auch das „Europäische Nachlasszeugnis“, das in allen Mitgliedstaaten der Verordnung einheitlich gilt. Damit können Erben und Testamentsvollstrecker in diesen Staaten ihre Rechtsstellung einheitlich nachweisen. Darüber hinaus werden die nationalen Erbnachweise (z. B. der deutsche Erbschein) in den anderen Mitgliedstaaten anerkannt.

Das nationale Erbrecht der Mitgliedstaaten ändert sich durch die Verordnung nicht. Sie gilt in allen EU-Mitgliedstaaten außer Dänemark, Irland und Großbritannien.

 

Den Text der Verordnung finden Sie hier:

 

Deutsche Version

 
 

Englische Version

 
 

Französische Version

 

 


Detaillierte und laufend aktualisierte Informationen zu den Erbrechtsregelungen in Europa erhalten Sie in 23 Sprachen hier.

 

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